Italien und Spanien stehen im Halbfinale der EM. Beide Teams entschieden ihre Viertelfinals für sich und treffen nun am kommenden Dienstag in London aufeinander. Spanien mühte sich gegen die Schweiz ins Elfmeterschießen, Italien reichte eine sehr starke Halbzeit gegen Belgien zu einem 2:1-Erfolg.

 

Belgien – Italien 1:2 (1:2)

 

Italien steht im Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 2020. Gegen Mitfavorit Belgien setzte sich die Squadra Azzurra in München mit 2:1 durch. In einer rasanten Anfangsphase jubelt Italien nach 13 Minuten das erste Mal, als Leonardo Bonucci eine Freistoßflanke zum vermeintlichen 0:1 einschießt. Da der Mann von Juventus Turin beim Zuspiel von di Lorenzo im Abseits gestanden hatte wird der Treffer nach einem VAR-Eingriff nicht gegeben. Die erste belgische Chance folgt zehn Minuten später, aber Donnarumma entschärft einen sehenswerten Schlenzer von de Bruyne in Weltklassemanier. Es ist die beste Phase der Belgier, die durch Lukaku nochmals die Gelegenheit zur eigenen Führung haben, aber auch er scheitert an Donnarumma. Nach einer halben Stunde geht Italien dann in Führung. Nach einem hohen Flankenball in den belgischen Strafraum scheint die Situation zuerst geklärt, aber Vertonghen verliert den Ball an Verratti, der den mitgelaufenen Barella sieht. Der mann von Inter Mailand setzt sich gegen drei Gegenspieler im Strafraum gut in Szene und schließt mit einem trockenen Schuss ins lange untere Eck ab. Belgiens Torwart Courtois ist chancenlos – 0:1 (31.). Bis zum Halbzeitpfiff lassen die Italiener nicht nach und erhöhen eine Minute vor der Pause sogar noch auf 0:2. Insigne geht im Mittelfeld ins Dribbling und schlenzt den Ball aus der zweiten Reihe nach schöner Körpertäuschung gekonnt ins lange Eck (44.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hat Belgien dann die Möglichkeit auf den Anschlusstreffer. Di Lorenzo schubst in einem Laufduell Doku weg – Elfmeter! Lukaku nimmt sich der Sache an und verlädt Donnarumma. Nur noch 1:2 (45.+1). Nach dem Seitenwechsel gibt es nicht mehr all zu viele Torchancen, die beste hat Lukaku nach gut einer Stunde. Nach gutem Zuspiel von de Bruyne scheitert der Stürmer von Inter Mailand am Oberschenkel von Spinazzola, der im letzten Moment klärt. Auch nach 70 Minuten sind die Belgier dem Ausgleich nahe, aber sowohl Lukaku als auch Hazard verpassen eine Hereingabe von Mertens. Den letzten Abschluss der Partie hat Doku aus der zweiten Reihe, aber auch sein Schuss verfehlt das Tor knapp und so steht Italien nach 2012 wieder in einem EM-Halbfinale. Gegner ist am Dienstag der Finalgegner des gleichen Jahres, Spanien. Anpfiff in London ist um 21 Uhr.

 

Tore: 0:1 Barella 31.

           0:2 Insigne 44.

           1:2 Lukaku 45.+1

Gelbe Karten: Verratti 20., Thielemans 21., Beradi 90.

Schiedsrichter: Vincic (Slowenien)

Stadion: Allianz Arena München (13.000 Zuschauer)

Schweiz – Spanien 2:4 n.E. (1:1, 1:1, 1:1, 0:1)

Die spanische Nationalmannschaft steht nach einem nervenaufreibenden Kampf im Halbfinale der EM. Gegen Überraschungsteam Schweiz musste der dreimalige Europameister sogar ins Elfmeterschießen, ehe man als Sieger vom Platz ging. In einer offenen Anfangsphase setzte die Schweiz mutig auf Konter, wurde aber nach acht Minuten kalt erwischt. Nach einer Ecke kommt Jordi Alba am linken Strafraumrand zum Schuss, den Zakaria unglücklich ins eigene Tor abfälscht – 0:1 (8.). Nach zwanzig Minuten die nächste Schrecksekunde für die Eidgenossen. Embolo verletz sich bei einem Zweikampf an der gegnerischen Torauslinie und muss vom Platz. Für ihn kommt Augsburgs Vargas in die Partie. Bis zur Halbzeit gibt es keine weiteren großen Torchancen. In Hälfte zwei nimmt die Schweiz mehr Risiko und kommt zu mehreren guten Chancen. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff köpft Zakaria nach einer Ecke nur knapp am Pfosten vorbei. Auch Frankfurts Zuber hat eine große Gelegenheit, als er allein vor Simon im spanischen Tor auftaucht. Der Ausgleich fällt dann eher nach der Marke Zufall. Freuler sprintet einem langen Ball hinterher. Laporte und Pau behindern sich gegenseitig und so gelangt die Kugel von Freuler zum mitgelaufenen Shaqiri, der aus zehn Metern in die lange Ecke einschiebt – 1:1 (68.). Mitten in der besten Phase der Eidgenossen dann eine spielentscheidende Szene: Freuler rauscht gegen Gerad Moreno mit beiden Beinen herein und bringt den Spanier zu Fall. Schiedsrichter Oliver zückt rot, eine harte, aber auch vertretbare Entscheidung, die auch vom VAR nicht korrigiert wird (80.). Trotz der nummerischen Überzahl kommen die Iberer bis zum Ablauf der regulären Spielzeit nicht mehr zu nennenswerten Abschlüssen und so geht es in die Verlängerung. In der steht zunehmend Torwart Yann Sommer im Mittelpunkt, der seinem Team durch starke Paraden das Unentschieden bis zum Elfmeterschießen rettet. In selbigen folgen dann gleich fünf Fehlschüsse beider Teams. Zuerst scheitert Sergio Busquets für Spanien am Pfosten, für die Schweiz verschießen Schär, Akanji und Vargas. Den Fehlschuss von Rodri bügelt Oyarzabal mit dem entscheidenden Treffer wieder aus und sichert Spanien so die Teilnahme am Halbfinale gegen Italien. Die Schweiz ärgert nach Frankreich den nächsten Favoriten, hat aber am Ende das Nachsehen.

 

Tore: 0:1 Zakaria 8. Eigentor

          1:1 Shaqiri 68.

————————————————Elfmeterschießen

           X Busquets verschießt

           2:1 Gavranovic

           2:2 Olmo

           X Schär verchießt

           X Rodrigo verschießt

           X Akanji verschießt

           2:3 Moreno

           X Vargas verschießt

           2:4 Oyarzabal

 

Gelbe Karten: Widmer 67., Laporte 90.+3, Gavranovic 120.+1

Rote Karte: Freuler (rohes Spiel) 77.

Schiedsrichter: Oliver (England)

Stadion: Gazprom Arena St. Petersburg (24.764 Zuschauer)

 

Die morgigen Spiele

 

18 Uhr Tschechien – Dänemark ARD
21 Uhr Ukraine – England ARD

 

 

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