Dänemark liefert das nächste Feuerwerk bei dieser Euro ab und lässt Wales im Achtelfinale keine Chance. Beim 4:0-Erfolg erzielt Stürmer Dolberg gleich zwei Tore. Im zweiten Achtelfinale es Tages scheidet Österreich nach einem großen Kampf erst nach 120 Minuten gegen Italien aus.

Wales – Dänemark 0:4 (0:1)

Die dänische Fußball-Nationalmannschaft steht nach einem furiosen 4:0-Erfolg über Wales im Viertelfinale der Europameisterschaft. Vor rund 18.000 Zuschauern in Amsterdam erwischte Wales den deutlich besseren Start und kam durch Gareth Bale zu einem guten Abschluss aus der Distanz. Dieser ging aber doch ein gutes Stück am Pfosten vorbei. Mit zunehmender Spieldauer kam der Europameister von 1992 immer besser ins Spiel. Ein Zusammenspiel zwischen Damsgaard und Dolberg führt dann zum 0:1 (27.). Der Stürmer vom OGC Nizza nahm den Pass von Damsgaard gut im Lauf mit und schließt aus 17 Metern mit einem schönen Schuss ins lange Eck ab. Torhüter Ward im walisischen Tor ist chancenlos. Kurz vor der Pause hat Dolberg dann noch die Chance für Dänemark zu erhöhen, scheitert aber an Ward. Direkt nach Wiederbeginn macht er es dann besser. Braithwaite schlägt eine Flanke flach vors Tor, Williams will klären, legt den Ball allerdings perfekt für Dolberg auf, der das 0:2 markiert (48.). Auch in der Phase danach tut sich Wales extrem schwer zurück ins Spiel zu finden und so haben weiter die Dänen die Chancen. Gleich zweimal haben sie die Möglichkeit zur Entscheidung, aber sowohl Jensens scharfe Hereingabe, die am Pfosten landet und die Doppelchance des eingewechselten Cornelius und Braithwaite führen nicht zum dritten Tor. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit ist es aber dann so weit: Jensen verlagert das Spielgeschehen vor dem walisischen Strafraum mit einer schönen Flanke zum freistehenden Maehle, der dann vor dem Tor cool bleibt und zum 0:3 einschießt. In der 90. Minute dann eine unschöne Szene: Wales Harry Wilson verliert im Mittelfeld die Nerven und grätscht Maehle ohne Chance auf den Ball von hinten um. Schiedsrichter Daniel Siebert zögert in seinem dritten EM-Spiel keine Sekunde und zückt zurecht Rot. Auch in der sechsten Minute der Nachspielzeit steht der stets souverän agierende Berliner nochmal im Mittelpunkt, als Braithwaite aus abseitsverdächtiger Position zum 0:4 einschießt (90.+6). Nach Rücksprache mit dem VAR wird der Treffer richtigerweise anerkannt. Eine bisher makellose Europameisterschaft vom deutschen Unparteiischen. Dänemark schwappt weiter auf der Euphorie-Welle und trifft heute in einer Woche in Baku auf den Sieger aus dem Spiel zwischen der Niederlande und Tschechien, das morgen um 18 Uhr in Budapest (Das Erste) stattfindet. Für Wales endet die zweite EM-Teilnahme zwar mit der vierten Niederlage im zehnten Spiel, aber über den wiederholten Einzug in die KO-Runde kann das Team von Gareth Bale durchaus stolz sein.

Tore: 0:1 Dolberg 27.

          0:2 Dolberg 48.

          0:3 Maehle 88.

          0:4 Braithwaite 90.+6

Gelbe Karten: Rodon 25., Moore 40., Brooks 80., Bale 90.+3

Rote Karte: Wilson 90. (grobes Foulspiel)

Schiedsrichter: Siebert (Deutschland)

Stadion: Johan Cruijff Arena Amsterdam (18.000 Zuschauer)

 

Italien – Österreich 2:1 n.V. (2:0, 0:0, 0:0)

Italien zittert sich ins Viertelfinale der EM. Gegen starke Österreicher musste die Squadra Azzurra nach 90 torlosen Minuten in die Verlängerung, ehe man die Partie für sich entscheiden konnte. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde hat Barella die erste gute Chance des Spiels, scheitert aber am guten österreichischen Torwart Bachmann. Nach einer halben Stunde setzt Immobile den Ball aus der Distanz noch an den Pfosten, bevor es in die Pause geht. In Halbzeit zwei dann ein völlig anderes Bild. Österreich kommt mit breiter Brust aus der Kabine und hat durch Alaba fünf Minuten nach der Halbzeit per Freistoß die große Chance zum 0:1, aber der Ball geht knapp über das Tor. Nach 65 Minuten verstummen die vielen italienischen Fans im Wembley dann schlagartig, als Arnautovic nach Vorlage von Alaba zum vermeintlichen 0:1 einköpft. Nach Überprüfung durch den VAR erkennt Schiedsrichter Taylor das Tor aufgrund einer Abseitsposition des Torschützen jedoch nicht an. Auch zehn Minuten später hat die Squadra Azzurra Glück mit dem VAR. Pessina fährt gegen Lainer im eigenen Strafraum den Arm aus, nur eine Abseitsstellung von Lainer verhindert den sonst fälligen Elfmeterpfiff. Bis zum Ende der regulären Spielzeit passiert nichts mehr – 0:0 nach 90 Minuten. In der Verlängerung hat Italien dann den besseren Auftakt. Spinazzola verlagert das Spiel auf die rechte Strafraumseite der Österreicher, wo Chiesa den Ball in aller Ruhe annehmen und zum 1:0 einschießen kann (95.). Dabei profitierte Italien von einer gut erzeugten Überzahlsituation gegenüber der Abwehr der Österreicher. Mit dem Ende der ersten Hälfte der Verlängerung legt Italien dann noch in Persona Pessina zum 2:0 nach (105.). Acerbi hatte den Ball zuvor gut behauptet und mustergültig abgelegt. Wenige Minuten vor dem Ende verkürzt der Stuttgarter Kalajdzic sehenswert per Kopf nach einer Ecke von Schaub noch auf 2:1 (114.), aber zum Ausgleich reicht es nicht mehr. Mit dem nötigen Glück steht Italien nun im Viertelfinale und trifft dort am kommenden Freitag in München auf den Sieger aus dem Spiel Belgien gegen Portugal, das am morgigen Sonntag in Sevilla stattfindet.

Tore: 1:0 Chiesa 95.

          2:0 Pessina 105.

          2:1 Kalajdzic 114.

Gelbe Karten: Arnautovic 2., di Lorenzo 50., Barella 51., Hinteregger 103., Dragovic 120.+1

Schiedsrichter: Taylor (England)

Stadion: Wembley Stadion London (18.910 Zuschauer)

 

Die morgigen Spiele

18 Uhr Niederlande – Tschechien ARD

 

21 Uhr Belgien – Portugal ARD

 

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