Die Spenden von Notre-Dame Ein Kommentar von Dennis Ballay

Geschrieben von am 18. April 2019

Was am Montagabend in Paris geschehen ist, ist für viele Menschen eine Tragödie. Die weltberühmte Kathedrale Notre-Dame in Paris wurde Opfer eines großen Brandes, welcher vermutlich von Renovierungsarbeiten ausgelöst wurde. Das Gebäude entging nur knapp der totalen Zerstörung. Nun sind innerhalb kürzester Zeit viele Spenden für den Wiederaufbau zusammengekommen.

Frankreich ist erschüttert, nein die ganze Welt ist erschüttert, wie schnell ein Feuer ein Weltkulturerbe zerstören kann. Und es ist keine Frage, dass dieses so schnell wie möglich wiederaufgebaut werden soll. Dazu haben sich viele Spender gefunden, die zusammen innerhalb von nur 24 Stunden über 700 Millionen Euro gespendet haben. Nochmal nachgerechnet sind das im Durchschnitt ca. 29 Millionen Euro pro Stunde.

Und all das findet statt, während in anderen Ländern auf der Welt Männer, Frauen und Kinder hunger leiden, kein sauberes Trinkwasser haben und an Bildung nicht mal zu denken ist. Wie der Tweet vom Twitter-User “c17h19no3” passend beschreibt, verschwimmen hier die Grenzen der Solidarität. Dass ein Gebäude so viel Empathie und Mitgefühl wecken kann, dass solche hohen Spendensummen zustande kommen, zeigt wie gewöhnlich uns unsere Lebensstandards sind.

Bleibt zu hoffen, dass jeder der einen Euro an Notre-Dame gespendet hat, mindestens zwei Euro an eine humanitäre Hilfsorganisation spendet. So können wir unseren Mitmenschen in den ärmeren Regionen dieser Welt ein wenig von unserem Luxus abgeben.

 

Dies ist ein persönlicher Kommentar von Dennis Ballay.


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