Es ist Ende Mai 2021, die Corona-Pandemie ist immer noch allgegenwärtig. In den Nachrichten hört man jeden Abend die aktuellen Zahlen, diese gehen zwar zurück aber dennoch ist das Virus noch da. Doch erste Modellprojekte im Norden erlauben es einen fast normalen Urlaub an der deutschen Nord- oder Ostseeküste zu verbringen. Und genau das habe ich getan – in St. Peter-Ording!

Vor der Anreise ging es ins lokale Testzentrum bei mir Zuhause, denn ohne negativen Corona-Test der nicht älter als 24 Stunden sein darf braucht man sich gar nicht erst auf den Weg machen. Jedes mal ein bisschen Nervenkitzel aber zum Glück: negativ. Also kann es los gehen ins Urlaubsvergnügen. Doch was gibt es denn für Möglichkeiten seine Zeit zu verbringen?

Keine Schwimmbäder, ins Musem nur mit Test

Beim Blick auf die Seite der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording fiel auf, es wird sich bemüht trotz der Pandemie ein gutes Freizeitprogramm auf die Beine zu stellen.
So gab es zum Beispiel die Möglichkeit der Teilnahme an einem Fotokurs, Beach Yoga bei gutem Wetter, einem Schnupperkurs im Strandsegeln und natürlich an einer Wattwanderung. Aber da ich an Gruppenaktivitäten zur Zeit des Urlaubes nicht allzu großes Interesse hatte, habe ich mir meine Aktivitäten selbst gesucht. Am Tag nach der Ankunft stand direkt eine kleine Shoppingtour im Ortsteil St. Peter-Bad an. In der Haupteinkaufsstraße “Im Bad”, sowie in den Straßen “Am Kurbad” und “Maleens Knoll” herrscht Maskenpflicht und das ist aufgrund der vielen Menschen auch gut so.
Museen, Restaurants und Ausstellungen können nur aktuellem negativem Corona-Test besucht werden, Schwimmbäder waren zu meinem Leidwesen ganz geschlossen. Ich hatte mich schon darauf gefreut seit über einem Jahr endlich mal wieder ein paar Bahnen ziehen und ne Wasserrutsche rutschen zu können, schließlich habe ich extra dafür ne Badehose eingepackt. Schade aber auch.

Testen, Testen, Testen

Auf dem weitläufigen Strand verteilte sich der Ansturm recht gut.

Das ist die Devise in der aktuellen Zeit. Zwar wurde die Regelung alle 48 Stunden einen negativen Test beim Gastgeber vorzulegen auf 72 Stunden geändert aber dennoch rennt man am Ende jeden Tag in eines der 17 Testzentren in SPO oder der vielen weiteren auf der Halbinsel Eiderstedt. Denn wer Abends ins Restaurant will muss einen aktuellen Test haben, ebenso für die Zahlreichen Freizeitaktivitäten. Dazu kommt noch die Registrierung per luca-App. Am Anfang vielleicht cool, aber auf Dauer eher lästig, wenn man das Handy wegen der Maske nicht per Face-ID entsperren kann und so die PIN eingeben muss. Aber was hilfts, das ist halt der Preis dafür den Urlaub überhaupt machen zu können. Und so verbrachte ich meinen Urlaub mit Spaziergängen am Strand, Radtouren auf der Halbinsel, dem steigen lassen meines Lenkdrachens und einer Wanderung zum Westerhever Leuchtturm auf der auch das Titelbild zu diesem Beitrag entstanden ist. Zu meiner Überraschung glich der Weg die letzten vier Kilometer zum Leuchtturm einer Völkerwanderung.

Endlich wieder ein bisschen Freiheit

Alles in allem war der Urlaub ein sehr schöner (vom typisch Norddeutschen Schietwedder mal abgesehen). Und es tat richtig gut sich mal frische Seeluft um die Nase wehen zu lassen. Mal etwas anderes zu sehen als seine eigenen Vier Wände und sein Wohnort, wo man ja eh jede Ecke kennt. Für mich gab es einiges zu entdecken, nachdem ich seit gut 14 Jahren nicht mehr in St Peter-Ording Urlaub gemacht hatte. Die kleine Vorschau auf die kommenden Freiheiten hat Mut gemacht auch den Rest der schweren Zeit zu überstehen.

Aktuelle Informationen zum Urlaub in St. Peter-Ording findet ihr auf der Seite der Tourismus-Zentrale: st-peter-ording.de/

In diesem Sinne: bleibt Gesund und zuversichtlich!

Bildnachweise: Dennis Ballay

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